Biogasanlage & Co.

In einer Biogasanlage entsteht durch den mikrobiellen Abbau von Biomasse Biogas. Das Biogas wird entweder in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) (Link) verstromt oder zu Bioerdgas aufbereitet und dem öffentlichen Erdgasnetz zugeführt. In einem BHKW wird mittels Kraft-Wärme-Kopplung Strom, Wärme und mit Hilfe von Adsorbern Kälte produziert.

Definition

In einer Biogasanlage entsteht durch den anaeroben Abbau organischen Materials Biogas. Das Biogas wird entweder in einem Blockheizkraftwerk verbrannt, um Strom und Wärme zu erzeugen oder es wird zu Bioerdgas (Biomethan) aufbereitet oder zu Treibstoff umgewandelt. Als organische Materialien werden beispielsweise Gülle, Energiepflanzen und Bioabfälle eingesetzt.

Funktion

Der Gärprozess einer Biogasanlage findet in großen Behältern statt. Das organische Material wird unter Sauerstoffabschluss durch Bakterien abgebaut. Der Prozess dauert je nach Verdaulichkeit der organischen Substanz mehrere Tage oder sogar Wochen..
Dabei entsteht ein Gasgemisch mit den Hauptkomponenten Methan und Kohlenstoffdioxid – das Biogas.
Nach einer Reinigung wird das Biogas in einem Blockheizkraftwerk von einem Motor verbrannt. Dieser treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Die dabei entstehende Wärme kann als Heizwärme in Gebäuden, Wärmenetzen etc. genutzt werden.
Biogas kann alternativ aufbereitet und in das Erdgasnetz eingespeist werden.