Biogas statt Heizöl und Flüssiggas?

Quartierskonzept

Eine Potenzialanalyse nach Förderprogramm 432 Energetische Stadtsanierung der KfW. Schwerpunkt war die Identifikation und Entwicklung regionaler und sozialverträglicher Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Klimaschutzes und der Quartierstreue.

Die Biogasanlage in der Region könne als Energielieferant genutzt werden.

Der Brennstoffeinsatz aller Gebäude für Raumwärme und Warmwasser ist nicht leitungsgebunden, da keine dezentrale Wärmenetzinfrastruktur vorhanden ist. Die Gebäude werden vorwiegend mit Heizöl und Flüssiggas beheizt. Daraus folgt ein überdurchschnittlicher Primärenergieeinsatz und hohe Treibhausgasemissionen. Mit Blick auf die Klimaschutzziele des Bundes herrscht diesbezüglich im Ort ein großer Handlungsbedarf. Auf den Gebäuden lastet dementsprechend ein hoher Sanierungsdruck. Durch die Kombination aus energetischer Modernisierung sowie gemeinschaftlicher Maßnahmen konnte aufgezeigt werden, das ein sozialverträglicher Umbau des Energiesystems möglich ist. Der Schwerpunkt lag daher auf der Ermittlung von Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung, der E-Mobilität bis hin zum genossenschaftlichen Betrieb eines Wärmenetzes.

Vorstand und Aufsichtsrat nach der Gründung vor einer exemplarischen Wärmeübergabestation
Vorstand und Aufsichtsrat der Energie- & Wärmenetz Rastorf eG i.G.

Durch die Nutzung der Abwärme einer regionalen Biogasanlage könnte ein Wärmenetz gespeist werden, mit dem ein großer Teil fossiler Brennstoffe zur Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser substituiert wird. Die einmalige Möglichkeit haben zuletzt die Bürgerinnen und Bürger erkannt und eine Bürgerenergiegenossenschaft gegründet, um das Ziel einer regenerativen Energieversorgung weiterzuverfolgen. Bei der Gründung wurden 31 Genossen gelistet.