Inselbetrieb statt Einzelversorgung

Quartierskonzept

Eine Potenzialstudie nach Förderprogramm 432 Energetische Stadtsanierung der KfW. Anhand der Erarbeitung von Mobilitäts- und Energiesparmaßnahmen im Zusammenwirken mit dem Schulentwicklungsplan konnte über die Darstellung von Szenarien ein klimafreundliches Energiesystem aufgezeigt werden.

Das Internat wird gleichermaßen von Stiftungsmitarbeitern, Schülern, Bürgern aus Güby und Fleckeby, (Rad-) Wanderern aus der Region sowie Urlaubern als Ort für Spaziergänge erschlossen. Dies bietet jedoch Konfliktpotential, so dass im Konzept Möglichkeiten der Entspannung der Verkehrsbelastung durch Besucher, Mitarbeiter und Internatsschülern erarbeitet werden.

Für wenige Projekte ist der Begriff des integrierten Quartierskonzeptes wichtiger als für das Internat Louisenlund. Die Zuwege über die angrenzenden Bereiche Ahrensberg, Güby und Fleckeby müssen bei Veränderungen der Infrastruktur und Auslastung in einem erweiterten Betrachtungsfeld berücksichtigt werden.

Durch baulichen Erweiterungen und die Kapazitätsausweitung der Unterkünfte wird das Verkehrsaufkommen sich ändern. Somit werden die Anschlüsse an das Quartier in der Betrachtung mitberücksichtigt. Bei der Ermittlung von Handlungsempfehlungen werden die Anwohner und Gemeindevertreter der anliegenden Gemeinden mit einbezogen. Schon in dem ersten Workshop und Lenkungsgruppentreffen können die Parteien ihre Anregungen und Sorgen in den Planungsprozess mit einbringen. Ziel ist es die Handlungsempfehlungen auf einen Konsens aller beteiligten aufzubauen.
Dies gilt auf für die energetische Betrachtung des Quartiers. Etwaige Überkapazitäten sollen in der Region verbleiben. Somit ist die Vernetzung der Gemeinden und die Bereitschaft der Zusammenarbeit im Vorfeld eruiert worden. Vorhandene Gründungsgedanken einer Energiegenossenschaft in den Gemeinden gründen auf der Idee Überschussenergie in die Gemeinden abzuleiten damit die regionale Wertschöpfung und Selbstständigkeit der Region gestärkt wird.